Shelties von der Wolfsteinburg
Shelties von der Wolfsteinburg

wie wir  zu unseren ersten Shelties kamen

 

 

Wir hatte viele Jahre Collies. Collies sind einfach tolle Hunde, wie Hütehunde überhaupt. Als unser letztes Collie Mädchen, Cassy, krank wurde, habe ich feststellen müssen, dass ein großer Hund nicht so einfach  getragen werden kann, wenn es ihm schlecht geht.

 

In dieser Situation ist der Gedanke entstanden, wenn ein neuer Hund irgendwann einziehen soll, dann sollte er kleiner und vor allem leichter sein. Wir sind zur CACIB nach Nürnberg gefahren und habe uns Hunde der kleineren Rassen angeschaut. Schließlich sind wir am Ring der Shelties lange stehen geblieben und haben uns die durchweg hübschen Hunde angeschaut.

 

Wieder zu Hause angekommen, informierten wir uns genau über diese Rasse. Als wir dann erfuhren, das ein Sheltie in seinem Wesen dem Collie sehr ähnlich ist, haben wir Sheltiezüchter in der Umgebung gesucht, welche in den kommenden Monaten Würfe erwarteten.

 

wir sind dann bei den Shelties of Newcastle fündig geworden. Die nette Züchterin hat uns dann schon viel über ihre Zucht erzählt und schließlich vereinbarten wir einen Besuchstermin. Vorab schickte sie uns Bilder ihres Wurfes, sechs Shelties: drei Rüden/ drei Hündinnen. Wir haben an Hand der Bilder eine Hündin ausgesucht.

 

Als wir dann bei der Züchterin auf der Terrasse saßen und die Kleinen beobachtet haben, war unser Plan schon umgeworfen.

Neben der von uns ausgesuchten Hündin saß die kleine Tyra, etwas kleiner als Wurfgeschwister. Sie sah so klein und hilfebedürftig aus und hat sich sofort in unser Herz geschlichen.

 

Wir sagten der Züchterin, dass wir am liebsten dieses kleine, zarte Wesen mit nach Hause nehmen würde, weil sie so klein und hilflos aussieht.

 

Darauf erwiderte die Züchterin, dass wir uns noch um entscheiden könnten.Wir sollten uns aber nicht täuschen lassen, sie hätte es faustdick hinter den Ohren.

 

Genauso kam es dann. Sie ist bei uns im Rudel die Kleinste, die Frechste und auch die Mutigste. Sie ist der Rudelchef und verteidigt ihr Rudel auch bei wesentlich größeren Hunden. Die großen Hunde in unserem Gassi –Umfeld akzeptieren diesen kleinen Zwerg.

 

Tyra lebte zwei Jahre mit unserer Colliehündin zusammen. Für unsere kranke Hündin war der kleine Sheltie noch einmal so etwas wie ein Jungbrunnen. Sie war für Tyra so eine Art „Mama“. Tyra lernte viel von ihr. Wir hätte kein Problem, uns wieder so zu entscheiden, zu einem alten Hund, einen jungen Hund dazu zu nehmen.

 

Als sich die Krankheit unserer geliebten Cassy (Knochenkrebs) verschlimmerte und sie nicht mehr so gut und schnell laufen konnte, kümmerte sich Tyra liebevoll um sie. Sie lief beim Spaziergang zurück, wenn sie merkte, dass ihre große Freundin zurück blieb und passte ihr Tempo dem Collie an. Es war richtig schön zu sehen wie liebevoll sich der kleine Sheltie um die große Freundin bemüht hat.

 

Leider hat alles zwei Seiten. Als unsere Cassy über die Regenbogenbrücke ging, trauerte Tyra schrecklich. Sie verweigerte tagelang das Futter und ihr Interesse am Agility nahm ab, wo sie vorher so gern hingegangen ist.

 

Wir haben alles versucht, auch mit Lieblingsfutter. Ich nahm sie mit zur Arbeit, damit sie nicht allein war. Wir trafen uns mit anderen Hunden, es hat alles nichts geholfen. Nur wenn sie beim Spaziergang andere Hunde sah, hat sie für kurze Zeit ihren Kummer vergessen.

 

Schließlich entschlossen wir uns, eine neue Freundin für sie zu suchen.

In einer Anzeige stand, dass eine Züchterin gezwungen ist, ihre Zucht aufzugeben und die jüngeren  Hunde (im Alter von eins bis drei Jahren) in ein liebevolles Zuhause zu verkaufen. Wir sind  mit Tyra zu ihr gefahren und haben uns die Shelties angeschaut und einige Stunden bei den Hunden verbracht.

 

Die Entscheidung, welche Hündin jetzt bei uns einziehen sollte, war nicht so leicht, weil wir nicht der gleichen Meinung waren, wie unsere Tyra. Letztendlich ließen wir trotzdem Tyra entscheiden und Mia (Prinzess vom Lindenhof), reiste mit uns in ihr neues Zuhause.

 

Mia ist als ganz ängstlicher Hund zu uns gekommen. Sie kannte außer Haus und Garten gar nichts. Zuerst fing es damit an, ihr beizubringen, dass sie angeleint werden muss. Sie ängstigte sich vor Allem und Jedem. Ein uns entgegen kommender Hund war schon eine mittlere Katastrophe.

 

Zu dieser Zeit fing Tyra damit an, ihre Mia (die wohl um einiges größer war als sie selbst) zu verteidigen und sich schützend vor sie zu stellen.

Wir haben dann schon oft darüber lächeln müssen, weil es doch etwas komisch wirkte, wenn sich die Größere hinter der Kleinen versteckt hat.

 

Inzwischen lebt Mia schon 2,5 Jahre bei uns und ist nicht mehr ängstlich, und seit etwa einen halben Jahr spielt sie auch mit Ball und apportiert Gegenstände. Das hat sie im ersten Jahr alles nicht interessiert. Heute sind die beiden Shelties unzertrennlich.

 

Nie wäre uns der Gedanke gekommen, dass noch ein dritter Sheltie bei uns einziehen würde.

 

Durch eine Freundin aus dem Sheltieforum erfuhr ich Monate später vom Schicksal einer Sheltiehündin aus ihrer Zucht.

 

Die Hündin wurde als Welpe an eine Familie mit jüngeren Kindern verkauft. Die Kinder betrachteten den kleinen Hund als ein Spielzeug. Als dann der Welpe so langsam erwachsen wurde, hat er angefangen sich gegen die Art der Behandlung zu wehren, indem er einmal zugeschnappt hat. Daraufhin wurde er geschlagen. Als sich nach Wochen der Vorfall wiederholte, wurde Aisha wieder geschlagen und musste in den Keller umziehen.

 

Tierfreunde aus der Nachbarschaft haben bemerkt, dass der Hund seit Wochen nicht mehr gesehen wurde. Einer dieser Nachbarn hat dann bei der Züchterin angerufen und sie gebeten doch einmal nach der Aisha zu sehen. Diese hat sich sofort ins Auto gesetzt und ist zu der Familie gefahren. Sie klingelte und fragte wie es der Aisha geht. Ihr wurde gesagt, dass sie dieses „Vieh“ gleich wieder mitnehmen kann.

Die Züchterin hat die Hündin sofort mit nach Hause genommen.

 

Wir haben zu diesem Zeitpunkt schon öfter Kontakt gehabt, und sie sie schrieb mir von dem Leid des Hundes. Aisha lebte schon längere Zeit im Keller und kam dort nicht mehr raus. Als sie abgeholt wurde war sie in einem sehr schlechten Zustand. Das Fell war vom Kot verkrustet und konnte nur noch abgeschnitten werden.

 

Die Züchterin päppelte Aisha erst einmal ein paar Wochen lang wieder auf und zog einen Hundepsychologen hinzu. Es war dann klar das der Hund nicht zu jungen Leuten kommen soll und auch nicht zu Familien mit Kindern.

 

Es meldeten sich wohl einige Interessenten, aber keiner war dabei, wo die Züchterin glaubte, das  Aisha gut aufgehoben wäre. Wir schrieben öfter darüber und sie schickte mir Bilder und berichtete über die Fortschritte von Aisha.

 

Das Schicksal von diesem Sheltie hat uns sehr berührt und wir beratschlagten ob wir die Hündin nicht noch bei uns aufnehmen. Zwei Tage später stand unser Entschluss fest, das Aisha (Soundlover`s Amber Ava) bei uns ein schönes Zuhause bekommen soll.

 

Ich schrieb die Züchterin an und fragte, ob sie Aisha an uns verkaufen würde. Sie stimmte zu und wir holten sie im Mai vor zwei Jahren zu uns.

 

Wir bereuen keinen einzigen Tag. Alle Vorwarnungen, was uns auf Grund ihres Schicksals alles passieren kann, haben sich in Wind aufgelöst. Auch mit Kindern hat sie kein Problem mehr, im Gegenteil, sie liebt unsere Enkeltochter über alles.

 

Aisha wurde von unseren anderen beiden Shelties freundlich aufgenommen und ist inzwischen ein vollwertiges Familienmitglied.

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